20. Oktober 2007: Heinz Keßler zum Thema: "Antifaschismus tut not!"

Am 20.Oktober 2007 hatte unsere "RotFuchs"- Regionalgruppe ihre Mitglieder, Leserinnen und Leser unserer Monatszeitschrift, die Mitglieder von Parteien, Organisationen und Vereinen, alle Bürger der Stadt Strausberg zu einer Veranstaltung mit dem Thema: "Antifaschismus tut not!" im Klub am See eingeladen. Fast 200 Zuhörer folgten aufmerksam und emotional beeindruckt einem hervorragenden literarisch-musikalischen Auftakt von und mit Erika und Manfred Schulz unter dem Motto "Ist das schon alles wieder vergessen?". Besonders die mahnenden Worte von B.Brecht über den Faschismus als eine Herrschaftsform des Imperialismus mit Terror, Gewalt, Lüge, Verbrechen und Krieg gaben dem Refe-renten Armeegeneral a.D. der NVA, Genossen Heinz Keßler die Möglichkeit daran anzuknüpfen und überzeugend zu beweisen, dass der Faschismus unter Hitler maßgeblich durch einflussreiche Teile der Großbourgeoisie von Rhein und Ruhr an die Macht geschoben wurde.
Heute nehmen rechtsradikale Gewalttaten in unserer Gesellschaft rasant in Menge und Brutalität zu, wie wir fast täglich aus den Medien erfahren und staatlich veröffentlichte Statistiken belegen. Die Neo-nazipartei in Gestalt der bewusst nicht verbotenen NPD gewinnt an Zulauf. Bekennende Neofaschisten sitzen in Parlamenten, welche bei Wahlen entsprechende Stimmenanteile erzielen, die jene der NSDAP von 1928 deutlich übertreffen. Man kommt nicht nur mit Straßenrandale und plumpen, irreführenden Losungen sondern mit Nadelstreifen und Parlaments- und Regierungsposten durch die Vordertür. Jeder von uns ist aufgerufen der ständig wachsenden Gefahr des Faschismus zu begegnen.
In einer freimütigen Aussprache wurden diese Erkenntnisse bestätigt. Es wurde hervorgehoben: Faschismus, dass ist nicht nur eine Partei oder entsprechende Organisationen, sondern Faschismus das ist auch eine Ideologie. Sie wird vorrangig von diesen faschistischen Vereinigungen mit dem Ziel verbreitet, in den Köpfen der Menschen den Weg zur politischen Machtergreifung für das menschenfeindlichste und verkommenste Herrschafts- und Machtsystem der imperialistischen Gesellschaft frei zu machen.
Viele Teilnehmer unterzeichneten die Protestresulution des Kuratoriums Ostdeutscher Verbände vom 3. Oktober 2007 und ein Schreiben an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit der Überschrift "no npd NPD-Verbot jetzt", welches von den Abgeordneten fordert, ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD nach Artikel 21, Absatz 2 des GG auf den Weg zu bringen.
Die gelungene Veranstaltung des "RotFuchs" zeigte erneut deutlich, dass Gemeinsamkeiten gebündelt eine starke Kraft sind. In diesem Sinn bereiten wir als nächstes für den 8. Dezember 2007 unsere Jahresmitgliederversammlung vor. Wir werden beraten und beschließen, wie wir auf der Grundlage der Leitsätze der "RotFuchs" - Fördervereins e.V. und in Auswertung der zentralen Mitgliederversammlung unserem Hauptanliegen der Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus und damit den Kampf gegen Lügen und Verleumdungen sowie der Bündlung gleichgesinnter Menschen im gemeinsamen Kampf für eine menschenwürdige Welt verstärken können.
Bernhard Wartke (im Auftrag des Vorstandes der Regionalgruppe)