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Diesem sehr aktuellen Thema widmeten wir eine Veranstaltung am
21.10.2006, zu der abermals Freunde, Sympathisanten und Mitglieder
unserer Regionalgruppe nicht nur als Zuhörer sondern auch als aktive
Mitstreiter anwesend waren. Grundsätzliche Ausführungen zum Thema unterbreitete Genosse Dr. Fritz Sayatz. Er verstand es ausgezeichnet, uns den Kampf um den Atomwaffensperrvertrag und die Leistungen der sozialisti-schen Länder in dem Prozeß zu Erhaltung des Weltfriedens wieder ins Gedächtnis zurückzurufen aber auch, viel Neues zu vermitteln. Er hob vor allem jene Gefahr hervor, die von den ca. 27 000 Atomwaffen einschließlich derer die sich in der BRD befinden ausgeht und in der Verfügungs-gewalt der militanten kapitalistischen Atommächten sind. Es wurde nachgewiesen, dass die Rüs-tungsausgaben nach der Niederlage und der Beseitigung des "Hauptfeindes des Kapitalismus", den sozialistischen Ländern in Osteuropa und der Sowjetunion u.a. für die Entwicklung neuer Atomwaffensysteme weit höhere liegen als vor 1989. Das veränderte Kräfteverhältnis in der Welt nach den konterrevolutionären Ergebnissen in Ost-europa, der größer gewordene Einfluß der USA-Administration auch in den Organisationen der UNO, die schonungslosen Machtansprüche des USA-Kapitals über die Ressourcen der Welt, der von Bush bezeichneten "Achse des Bösen", ihren Nukleardeal mit Indien, ihren brutalen Miß-brauch des Atomwaffensperrvertrages zur Begründung ihrer militärischen Aktionen, aber auch die Rolle der EU und speziell Deutschlands im Kampf um die Neuaufteilung der Welt wurden deutlich hervorgehoben. Diese neu sich entwickelnde Situation, vorrangig hervorgerufen vom USA Imperialismus und seinen Helfershelfern in Europa, bringt immer stärker auch die Gefahr des ungezügelten Terrorismus gegen die USA und deren Verbündeten hervor. Atomwaffen in deren Händen vergrößern die Gefahr eines Nuklearangriffs zusätzlich. Es wurde auch versucht, den Atombombentest in der VR Korea in diese Entwicklung einzuordnen. Trotz der ständig noch steigenden Gefahr eines erneuten Einsatzes von Atomwaffen im Kampf um Macht und Profit gibt es auch ein beachtliches Gegenpotential. Diese Kraft ist nicht nur in den vorhandenen Ländern zu finden, die ihren sozialistischen Weg fortsetzen oder den,den es gelingt sich von den USA immer unabhängiger zu machen, der nationalen Befreiungsbewegung und nicht zuletzt auch in der Weltfriedensbewegung. Selbst im Lager des Großkapitals gibt es im Kampf gegen den Einsatz und die Verbreitung von Atomwaffen realistische Kräfte. Ich habe die Diskussion über dieses aktuelle und brisante Thema für mich so verstanden: Heute geht es darum, Menschen zu gewinnen, ihre Stimme und ihre Aktionen für den Frieden zu mobilisieren, die Halbwahrheiten, Heucheleien und Lügen der Bundesregierung zu diesem Thema zu entlarven. Wohl wissend, das der Krieg, die Vernichtung von Menschen durch Menschen erst in einer vom Kapital befreiten Gesellschaft 100% möglich ist, gibt uns das Grundgesetz der BRD und die bürgerlichen Gesetze diese Landes heute die Möglichkeit, nicht nur über den Nichteinsatz und die Weiterverbreitung von Kernwaffen zu reden sondern auch aktiv einzutreten. Das beginnt bei der Forderung an die BRD-Regierung, deutsche Soldaten aus allen Einsatzorten in der Welt abzuziehen, keine Beteiligung direkt oder indirekt an militärischen Einsätzen im Ausland. Unsere Diskussionen, Vorträge und Foren sind für alle offen, die sich für linke Politik, die wissenschaftliche Weltanschauung, die Wahrheit über die Geschichte, vor allem die der DDR, interessieren. Unabhängig von einer Parteizugehörigkeit oder weltanschaulich- religiöser Bindungen ist bei uns jeder gern gesehen! Der Vorstand der Regionalgruppe des "RotFuchs"-Fördervereins bereitet für seine Mitglieder für den 9.12.06 eine Mitgliederversammlung vor, in der wir über unsere Aktivitäten und Ziele im Jahr 2007 beraten werden. Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Klaus Böhrig |