![]() |
![]() |
| Ein interessantes, lehrreiches Treffen mit Gen. Dr.rer.oec. Klaus
Blessing hat jetzt in Strausberg stattgefunden. Getreu unseres Anliegens, die Linkskräfte zusammenzuführen, linkes Gedankengut über gesell-schaftliche Verhältnisse und Vorgänge in der BRD zu verbreiten und lebensnah, wahrheitsgemäß und ehrlich die Geschichte der DDR darzustellen sowie offensiv gegen deren Verfälschung aufzutreten haben wir Gen. Blessing gebeten als Mitautor des Buches "Die Schulden des Westens. Wie der Osten Deutschlands ausgeplündert wird" bei uns zu sprechen und mit uns zu diskutieren. Anschaulich und einprägsam gab der Wissenschaftler einen Überblick zu den wesentlichen Aussagen dieses fasslich knapp gehaltenen Werkes von Schlagender Beweiskraft und hohem Informationsgehalt. Denn sie stützen sich ausnahmslos auf öffentliches Quellenmaterial westlicher Publikationen (Statistischer Jahrbücher, Presseerzeugnisse, Analysen). Untergliedert in einen Argumentations- und Dokumentationsteil, ist es hervorragendes Handmaterial für unsere tägliche politische Arbeit. In der anschließenden konstruktiven Diskussion durch die anwesenden Freunde, Sympathisanten und Mitglieder des RotFuchsfördervereins - über 60 Interessenten waren anwesend - wurden die Aussagen des Referenten hinterfragt, bestätigt, politische Standpunkte dargestellt und die Vor-stellungen der Verfasser der Streitschrift zustimmend befürwortet. Drei Ziele, so Gen. Dr. Blessing, hätten die Autoren mit dem Buch verfolgt: 1) Die Probleme vom Kopf auf die Füße zu stellen und den Ostdeutschen ihre Würde wiederzugeben (sie sind Forderer, nicht Bittsteller!) 2) Die Aussagen konkret auf den Punkt zu bringen (die Schulden belaufen sich auf mindestens 7 Billionen DM, die Transferleistungen abgezogen und die einseitigen Reparationsleistungen nicht mitgerechnet) sowie 3) eine politische Bewegung auszulösen. Dem wird das Werk vollauf gerecht. Die Verfasser "fordern außerordentliche Maßnahmen, um die Lebenssituation für die ostdeutschen Menschen zu verbessern". Und sie gehen noch einen Schritt weiter. Sie haben eine Unterschriftenliste als Willenserklärung in Umlauf gebracht - wir haben selbige auch zum Friedensfest in Strausberg am RotFuchs-Stand ausgelegt -, die folgende Grund-forderungen enthält: "Es ist Verfassungsklage gegen die Regierung der Bundesrepublik Deutschland wegen Verletzung des Grundgesetzes der BRD durch Missachtung der Sozialpflichtigkeit des Eigentums und unrechtmäßigen Enteignung der Ostdeutschen sowie wegen Verletzung der Bestimmungen des Vertrages zur deutschen Einheit durch Nichterfüllung des Entschädigungsanspruchs der ostdeutschen Menschen zu erheben. Es ist nach dem Beispiel des Runden Tisches der DDR ein demokratisches und kontrollierbares Gremium zu bilden, das in öffentlicher Arbeit die globalen menschenverach-tenden Praktiken des Großkapitals zur persönlichen Bereicherung der Aktionäre und Manager entlarvt und Maßnahmen ausarbeitet, wie gemäß Grundgesetz Privateigentum verstärkt der Allge-meinheit zu dienen hat und schrittweise in gesellschaftliches Eigentum rück geführt wird. Es sind wirksame Maßnahmen zur Förderung Ostdeutschlands - insbesondere durch Förderung von For-schung, Innovation und Bildung; Entwicklung der Industrieproduktion zur weitgehenden Deckung des Bedarfs aus eigenem Aufkommen; Unterbindung der Abwanderung ausgebildeter Menschen - durch-zusetzen, um wieder Anschluss an die durchschnittliche Wirtschaftskraft der EU-Länder zu finden." |