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| Auf Einladung der Regionalgruppe Schwerin des RotFuchs-Fördervereins sprach am 12. Mai 2007 der ehemalige DDR-Staatssekretär Klaus Blessing zum Thema „Die Schulden des Westens bei den Bürgern der DDR“. Klaus Blessing stützte seinen Vortrag auf das „Büchlein“ (wie er es nannte) „Die Schulden des Westens“ mit dem Untertitel „Wie der Osten Deutschlands ausgeplündert wird“, das er zusammen mit Eckart Damm und Matthias Werner geschrieben hat und das bereits in der dritten Auflage erschienen ist. Gemeint sind mit dem Titel natürlich, wie Klaus Blessing klarstellte, nicht alle Bewohner Westdeutschlands, sondern die dort beheimateten Konzerne und Privatpersonen, die sich am DDR-Volksvermögen bereicherten und bereichern. Das Buch verfolgt nach den Worten Klaus Blessings drei Ziele: 1. sollen die Probleme vom Kopf auf die Füße gestellt werden und es soll gezeigt werden, daß seit Jahrzehnten der Westen den Osten ausplündert (und nicht, wie behauptet wird, umgekehrt)! 2. soll eine Berechnung der Transferströme versucht werden, um diese dokumentarisch zu belegen. 3. soll provoziert werden, um eine politische Bewegung auszulösen, um vielleicht doch noch eine Wende zum Besseren zu bewirken. Anlaß, das Buch zu schreiben, waren zwei „Spiegel“-Hefte mit den provokanten und verächtlich machenden Aufmachern „Jammertal Ost“ und „1.250 Milliarden Euro – Wofür?“ (mit dem Untertitel „Wie aus dem Aufbau Ost der Absturz West wurde“). Klaus Blessing führte Punkt für Punkt auf und belegte dokumentarisch, welche Unsummen der Westen aus dem Osten herausgezogen hat, und kam zu dem Ergebnis, daß sich die Schulden der westlichen Konzerne und privaten Nutznießer gegenüber Ostdeutschland auf über 7 Billionen DM summieren (Berechnung auf DM-Basis deshalb, weil der Transfer im wesentlichen zu DM-Zeiten erfolgte). Aufgrund der extremen De-Industrialisierung, der stetigen Abwanderung der werktätigen Bevölkerung, der trotzdem außerordentlich hohen Arbeitslosigkeit und der weltweit niedrigsten Geburtenrate erscheint, wie Klaus Blessing sagte, „die Lage in Ostdeutschland vielen Ökonomen immer mehr als hoffnungsloser Fall.“ Horst Mette |