Ein kommunistisches Programm

Auf Einladung der Regionalgruppe Schwerin des RotFuchs-Fördervereins sprach am 28. April 2007 Axel Kohlsmann, Mitglied des ZK der KPD und Mitautor des jüngsten Programms dieser Partei, zum Thema „Fragen der Programmarbeit der KPD“.
Axel Kohlsmann bedauerte, das neue Programm noch nicht verteilen zu können, da es erst vor einer Woche beschlossen worden sei, und beschränkte sich darauf, die wesentlichen Punkte der Programmerarbeitung und des Programms darzustellen.
Die Maßstäbe des Programms seien abgeleitet von Karl Marx‘ Randglossen zum Gothaer Pro-gramm, wie denn überhaupt unter den Arbeiten von Karl Marx diese Kritik des Gothaer Pro-gramms (neben dem Kommunistischen Manifest) mit die wichtigste Grundlage für die Erarbeitung eines kommunistischen Programms sei.
Die sechs Kapitel des Programms umfassen die Benennung der Arbeiterklasse als der „Klientel“ der KPD, die Bestimmung der gegenwärtigen Geschichtsepoche, die Erörterung der Ursachen unserer zeitweiligen Niederlage, die Einschätzung des Kapitalismus‘ als des Todfeindes der Menschheit, die Anprangerung des BRD-Imperialismus und schließlich die Darlegung der Ziele der KPD.
Als Grundvoraussetzung jedes kommunistischen Programms nannte Axel Kohlsmann das klare Bekenntnis zur Diktatur des Proletariats, und er zitierte aus Karl Marx‘ Randglossen zum Gothaer Programm: „Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andere. Der entspricht auch eine politische Über-gangsperiode, deren Staat nichts anderes sein kann als die revolutionäre Diktatur des Prole-tariats.“
In der Diskussion wurde aber auch gefragt, ob es nicht zweckmäßig sei, diesen Begriff „Diktatur des Proletariats“ zu vermeiden und seinen Inhalt zu umschreiben.
Weiterhin ging es in der Diskussion unter vielem anderen um die Entwicklung in der DDR, die Ursachen unserer Niederlage, die Zersplitterung der linken Kräfte, die allenfalls lokal gelingende Aktionseinheit und um die Schwierigkeit, die Bevölkerung und insbesondere die Jugend zu erreichen.
Axel Kohlsmann schloß mit dem Wort Bert Brechts, der Kommunismus sei das Einfache, das schwer zu machen ist.
Horst Mette