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Am 9. November 2006 versammelten sich etwa 35 Genossen und Freunde des „RotFuchs“-Förder-vereins in Schwerin, um Rainer Rupp zum Thema: „Grenzen der Weltherrschaftspläne der USA“ zu hören.
Zu Beginn der Veranstaltung gedachten die Anwesenden des verstorbenen Genossen Markus Wolf, der als Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit in der DDR in seiner Tätigkeit zum Schutz der sozialistischen Gesellschaft legendären Ruf erlangte. Rainer Rupp erinnerte sich bewegender Momente mit „Mischa“ Wolf, so als dieser ihn, der 1994 von der BRD-Justiz zu 12 Jahren Haft verurteilt worden war, im Gefängnis besuchte. Auf die gerade stattgefundenen Wahlen im US-Kongress eingehend, warnte Rainer Rupp davor, an den Sieg der Demokraten allzu große Hoffnungen zu knüpfen. So tritt die Führung der so genannten Demokraten für den Verbleib des US-Militärs im Irak ein. Außenpolitisch verschiebt sich mehr und mehr die Kräftekorrelation, wie er es nannte, gegen die USA.Einfußreiche Analysten kommen zu dem Ergebnis, dass die USA im Nahen und Mittleren Osten in der Falle sitzen. Die US-Zeitschrift „Foreign Affairs“ sagt sogar das Ende der USA-Dominanz im Mittleren Osten voraus. Die USA-Beziehungen zu Russland haben sich aufgrund der selbstsicheren an Russlands eigenen Interessen orientierten Außenpolitik Putins deutlich verschlechtert. Die Äußerung Putins „Das Gere-de vom Ende des Rüstungswettlaufs war wohl verfrüht“ deutet auf sich entwickelnde Divergenzen. Ein großes Problem für die USA ist die Volksrepublik China. China mit seiner rasanten wirtschaft-lichen Dynamik ist in Südamerika und Afrika mit Wirtschaftsprojekten und großzügigen Krediten „mehr als präsent“. Die Shanghai-Gruppe unter maßgeblichem Einfluß Chinas und Russlands unternimmt hoffnungsvolle Schritte, die USA aus Asien herauszudrängen. In Lateinamerika wird für die USA der Boden immer heißer, denkt man an gesellschaftliche Entwick-lungen, wie in Venezuela und Bolivien (Wiederverstaatlichung von Industriezweigen!) mit sehr pro-duktiven Verbindungen zum revolutionären Kuba. Auch China ist dabei ein wichtiger Faktor, z. B. beim Warenaustausch oder bei Waffenlieferungen, die von den USA ausblieben. Dagegen ist Europa gegenwärtig dabei, eigene militärische Kapazitäten aufzubauen, um zunächst „eine Beutegemeinschaft mit dem Führer des Rudels“ zu bilden. Mit herzlichem Beifall dankten die Genossen und Freunde des „RotFuchs“ dem Referenten für seine auf profundes Hintergrundwissen gestützten und mit zahlreichen Einzelheiten belegten Ausführungen. Sie vermittelten ein Stück Aufklärung über die Aggressivität des USA-Imperialismus, aber auch über nicht unerhebliche politische und wirtschaftliche Kräfte in der Welt, die dem Aggressor zunehmend Grenzen setzen. |