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| Etwa 50 Genossinnen und Genossen der Regionalgruppe Schwerin des „RotFuchs“-Fördervereins füllten den Saal, als am 16. September der Chefredakteur des „RotFuchs“, Dr. Klaus Steiniger, zum Thema sprach: „Wie steht es um die kommunistische Weltbewegung?“. Seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Auslandskorrespondent und Redakteur des ND, die ständigen Kontakte des „RotFuchs“ mit zahlreichen kommunistischen und sozialistischen Parteien und die Erlebnisse seiner auch in jüngster Zeit unternommenen Auslandsreisen sicherten zuverlässige Einschätzungen der Lage in der kommunistischen und Arbeiterbewegung. Mit Begeisterung berichtete er vom 30. Fest der „Avante“, der Zeitung der Portugiesischen KP, die 135.000 Mitglieder hat, und über seine Gespräche mit ihrem neuen Generalsekretär. Fest auf dem Boden des Marxismus-Leninismus steht auch die Kommunistische Partei Griechen-lands (KKE). Besonders Gewicht erhält das von der KKE jährlich ausgerichtete Treffen von kommu-nistischen und Arbeiterparteien aus aller Welt. 2005 beteiligten sich 73 Parteien aus 60 Ländern. Die Partei der Arbeit Belgiens ist ebenfalls zu den einflussreichen marxistischen Parteien Europas zu zählen. Dagegen sind die beiden ehemals größten KP Westeuropas (Frankreich und Italien) infolge des Reformismus zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken und in Fraktionen zersplittert. In vielen anderen Ländern haben sich KP aufgelöst, mehrere Parteien und Gruppierungen konkurrieren miteinander. In Deutschland ist die Talsohle noch nicht durchschritten. Um marxistische Positionen wird jedoch mit immer mehr Erfolg gestritten. Dazu trägt auch der „RotFuchs“ mit seiner marxistisch-leninisti-schen Haltung bei: 17000 Leser und 22 Regionalgruppen beleben die parteiliche Diskussion. Klaus Steiniger riet uns, nicht nur die Metropolen zu sehen, sondern mehr und mehr auf andere Teile der Welt, wo viel versprechende Entwicklungen stattfinden.Er wies besonders auf Lateinamerika hin, wo, wie er mit Bezug auf Hugo Chavez und Evo Morales formulierte, „neue Castros nachwachsen“ und die Arbeiterklasse sich formiert. Auch in Asien finden beachtliche Entwicklungen statt, wo in 20 bis 30 Jahren China zur größten Wirtschaftsmacht der Erde heranwachsen dürfte. Solange Partei und sozialistische Staatsmacht fest stehen, sollte gegenüber der Entwicklung der ökonomischen – auch kapitalistischen – Basis die Skepsis nicht überwiegen. Alles in allem gibt es Grund für Optimismus. Wir danken Klaus Steiniger sehr herzlich, auch für die Beantwortung der vielen Fragen der lebhaft interessierten Teilnehmer. |