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Ein guter Auftakt. Am 23. März 2003 folgten 17 Genossinnen und Genossen, Mitglieder der PDS, der DKP und Parteilose, der Einladung zu einem Gespräch mit "RotFuchs"-Chefredakteur Dr. Klaus Steiniger in Schwerin. Alte Bekannte trafen sich erfreut wieder, andere, auch Jüngere, kamen ohne Reserviertheit, so daß bald eine lockere Atmosphäre, frei von Mißtrauen oder Vorbehalten entstand. Der Gast aus Berlin leitete das Gespräch mit einigen grundsätzlichen Bemerkungen zur Orientierung des "RotFuchs" ein. Die Zeitung stehe für die Verteidigung des Vermächtnisses der sozialistischen Revolution in Europa, besonders in der DDR, deren Errungenschaften trotz der Niederlage Erfahrungsgrundlage aller künftigen revolutionären Entwicklungen in Deutschland sein werden; sie bleibe dem proletarischen Internationalismus gegen alle euro- oder deutschzentristischen Parolen treu; sie bekenne sich zur Arbeiterklasse und ihrer historischen Mission bei der Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung; sie pflege den wissenschaftlichen Sozialismus von Marx, Engels und Lenin und dessen Nutzung für die Analyse des gegenwärtigen Imperialismus gegen alle Wiederbelebungsversuche opportunistischer Theorien von Kautsky u. a. Die Diskussionsteilnehmer unterstützten diesen Kurs der Zeitung. Klaus H. wünschte sich noch mehr Beiträge zu Fragen der internationalen kommunistischen Bewegung, weil deren weiterer Kurs für Sozialisten und Kommunisten in der BRD großes Gewicht besitze. Gerhard G. äußerte sich zu revisionistischen Tendenzen in der Politik der DKP-Führung. Angesichts des Abweichens von Positionen des wissenschaftlichen Sozialismus werde der "RotFuchs" für immer mehr Genossen zur politischen Heimat, wurde betont. Viel Platz nahm in der Debatte das mögliche Wahlverhalten im kommenden Herbst ein. Mehrere Anwesende erklärten sich z. B. außerstande, der PDS noch einmal ihre Stimme zu geben. Auch Ingo H. (PDS) betonte, er könne seine eigene Partei nicht mehr vorbehaltlos unterstützen. Einig wurden sich die Teilnehmer schließlich, daß die PDS als linke, antifaschistische und demokratische, zugleich aber nichtrevolutionäre, nichtmarxistische und nichtkommunistische Partei so lange Gewicht besitze, wie sie auf Bundesebene in der Opposition bleibe und sich als Friedenspartei profiliere. Mit Sorge wurde das Abbröckeln in beiden Fragen vermerkt. Im Wahlkampf gehe es vor allem darum, den gefährlichen Rechtskurs Stoibers zu entlarven und zugleich die SPD mit dem Kriegskanzler Schröder nicht zu schonen.
In der Diskussion kam der Wille zum Ausdruck, gemeinsam dafür einzutreten, daß die sozialistische Bewegung nach der schweren Niederlage wieder aus der Talsohle herauskommt. Den Teilnehmern des Gesprächs war dabei der beschwerliche, nicht kurzfristig zu bewältigende, aber unumgängliche Wachstums- und Vereinigungsprozeß bewußt, um den es geht. Der "RotFuchs" will seinen Beitrag dazu leisten.
Gewissermaßen aus dem Stand heraus konstituierte sich die Regionalgruppe Schwerin des RF-Fördervereins mit zunächst 15 Mitgliedern. Hartwig S., Heidi P., Ingo H. und der Grafiker Karheinz Effenberger (nicht nur ND-Denkzettellesern als Effi bekannt) machten konkrete Vorschläge zur Weiterverbreitung der Zeitschrift und zur Wirksamkeit des Vereins. Ein ermutigender Start! Norbert Pauligk |