18.11.2003: "RotFuchs"-Fördervereinsfamilie erhält Zuwachs

Neuer Kessel in Freiberg

Mit der Gründung des RF-Fördervereins im Juli 2001 fanden auch in der sächsischen Region Freiberg bisherige Leser den Weg zu ihm; inzwischen ist die Zahl der Mitglieder - und auch die der Leser - weiter gestiegen. Allerdings blieben die Kontakte untereinander bislang nur sporadisch, vielen erschien das unzureichend. So bildete sich - vorrangig auf Initiative eines Genossen, der den RF seit Jahren in seinem Buchladen gegen Spende abgibt - ein kleiner Kreis von Vereinsmitgliedern, der sich zum Ziel setzte, nach dem Beispiel anderer Landesteile auch bei uns eine Regionalgruppe zu gründen. Schnell wurden wir uns über die Aufgaben und die Arbeitsteilung bei der künftigen Gruppenarbeit einig. Einladungen ergingen nun an alle uns bekannten Vereinsmitglieder sowie Bezieher des RF in Stadt und Region Freiberg. Am 18. November war es dann soweit. Der kleine Saal des Hotels Regenbogenhaus füllte sich mit etwa 30 Teilnehmern. Wir konnten Gäste aus Berlin begrüßen. Unserer Einladung waren vom Vereinsvorstand die Genossen Dr. Klaus Steiniger, RF-Chefredakteur, und Armin Neumann, Vertriebsleiter, gefolgt. Auch der Landessprecher der Kommunistischen Plattform der PDS Sachsen, Genosse Andreas Krämer, hatte sich eingefunden. Wir nutzten die Gelegenheit, Informationen über die Vereinsarbeit aus erster Hand zu erhalten. Genosse Steiniger betonte, das Hauptziel der Zeitung - der Förderverein konzentriere sich ganz auf politische Bildung - sei die Zusammenführung von Kommunisten und Sozialisten mit und ohne Parteibuch. Gesprochen wurde über die bisherige Vereinsentwicklung. Man unterbreitete Vorschläge für Veranstaltungen, z. B. über die Volksrepublik China, zur Sicherheitspolitik der DDR oder zum Prozeß gegen Milosevic, der sich vor dem NATO-Gericht in Den Haag wie ein zweiter Dimitroff schlägt. Wir erhielten Auskunft zum Autorenkollektiv und Mitarbeiterkreis des RF; die Biographien in der Zeitung publizierender Genossen fanden Erwähnung. Genosse Steiniger berichtete auch über seine eigene journalistische und politische Tätigkeit in der DDR. Nach der anregenden Debatte, die mehrere internationale und nationale Themen berührte, konstituierte sich die Regionalgruppe. Die Hauptgebiete ihrer Tätigkeit wurden vorgestellt: Bildungsarbeit, Traditionspflege, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation und Finanzen. Acht Vereinsmitglieder kandidierten für den Vorstand, darunter zwei Vertreter der jungen Generation. Alle Bewerber wurden gewählt. Dem Buchhändler Dieter Rosenberg übertrug das neue Gremium den Vorsitz. Erfreulich ist, daß noch während der Versammlung vier Anwesende dem Förderverein beitraten. Bei der Zusammenkunft wurde hervorgehoben, daß nach der Gründung von "RotFuchs"-Kesseln in den Großstädten Berlin, Hamburg, Schwerin, Halle und Leipzig nunmehr erstmals auch eine Regionalgruppe in einer kleineren Stadt (Freiberg zählt etwa 45 000 Einwohner) mit ländlichem Umfeld besteht. Wir hoffen, daß dieses Beispiel Schule macht.
Prof. Dr. Karl-Heinz Bintig