Bericht von der Gründungsversammlung der "RotFuchs"-Regionalgruppe Bitterfeld/Wolfen am 10. Oktober 2006

Walter Schmidt umriss in seinen Ausführungen die Notwendigkeit einer aktiven Verbreitung unserer weltanschaulich linken Position, die sich auf Marx, Engels und Lenin gründet. Immer mehr Menschen erkennen trotz aller Probleme die Vorteile ihres Lebens in der DDR.
Hervorgehoben wurde die Aufgabe, ein breites Bündnis mit allen linken Kräften, die im Territorium wirken, herzustellen und vor allem mit der Jugend in das Gespräch zu kommen. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich in der kurzen Zeit, die für die Mitgliedergewinnung zur Verfügung stand, eine so große Zahl von neuen Mitgliedern und Lesern eingefunden hatte.

Die vorgeschlagenen Mitglieder für den Vorstand wurden einstimmig gewählt.

In einer freimütigen, offenen Diskussion wurde über die Leitsätze und die zukünftige Vereinsarbeit diskutiert. Die Diskussion wurde durch Dr. Klaus Steiniger und Armin Neumann unterstützt und bereichert. Sie berichteten über ihre Erfahrungen aus anderen Regionalgruppen, gaben eine Einschätzung zur internationalen Lage der kommunistischen Weltbewegung im Verhältnis zu Europa und hoben hervor, dass der RotFuchs als Förderverein und als Zeitschrift parteipolitisch in jeder Hinsicht ungebunden ist. 50% der derzeit 17.000 Leser sind aber Mitglieder der PDS. Sektierertum ist daher fehl am Platze und trotz aller Kritik an der Politik des Vorstandes nicht hilfreich. Es sollte eher die politische Auseinandersetzung mit den Mitgliedern im Territorium gesucht werden. Dieses gilt auch für unser Verhältnis zu anderen linke Kräften.

Alle Anwesenden haben in der Diskussion hervorgehoben, dass sie die Hoffnung hegen, im "RotFuchs"-Förderverein wieder eine echte politische Heimat zu finden.

Erste konkrete Themenvorschläge für künftige Vereinstreffen aus territorialer Sicht waren:
- Die Haltung der Linken zum modernen wissenschaftlich technischen Fortschritt (Gentechnik, Energiepolitik),
- Bildungspolitik in der DDR früher und in der BRD heute,
- Die Rolle der IG Farben bei der Zerstörung der volkseigenen Chemiekombinate im Territorium.
Es wurde hervorgehoben, dass außer Referenten aus Berlin auch das vorhandene eigene Potential qualifizierter Mitglieder zur Gestaltung von Themenabenden genutzt werden sollte.
Zur nächsten Zusammenkunft werden weitere Vorschläge von den Mitgliedern der Regionalgruppe für ein interessantes Vereinsleben erwartet.
Die Einladung erfolgt rechtzeitig durch den Vorstand.
Dr. A.Eser