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![]() Prof. Dr. Heinrich Fink, Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, sprach zum Thema: "Die Erfordernisse des antifaschistischen Kampfes" Die Einladung Heinrich Finks in die Berliner RF-Regionalgruppe sorgte am Freitag, den 19. August 2005 für einen vollen Veranstaltungssaal. In einer bewegenden Rede berichtete Fink zunächst, wie Kindheitserlebnisse in Bessarabien, Polen und Brandenburg, das Elternhaus und sein eigener Werdegang als junger Christ den heute siebzigjährigen Theologen, emeritierten Professor und zeitweisen Rektor der Berliner Humboldt-Universität zum bewußten Antifaschisten werden ließen, wie er sich von jener Kirche, in der der Pfarrer unter dem Talar die SA-Uniform trug, abwandte und zur Bekennenden Kirche kam und welchen Einfluß Männer wie Bonhoeffer und Niemöller auf ihn hatten. Seine Überzeugung: Wer sich am Menschen vergreift, ist kein Christ! Vorbehaltlos bekannte sich Heinrich Fink zur DDR, zu unseren revolutionären Eigentums-, Schul- und Justizreformen, denen seine Familie einst die fünf Hektar Land und er als Arbeiter- und Bauernkind seine Bildung verdankt. Im Hauptteil seiner Ausführungen beschäftigte sich der Referent mit dem antifaschistischen Kampf in der heutigen BRD, deren Grundgesetz es gegen alte und neue Nazis zu verteidigen gilt. |
Er berichtete diesbezüglich über die Aktivitäten der VVN/BDA, die bemüht ist, den "Aufstand der Anständigen", von dem offiziell so viel gesprochen wird, konkret in Mittenwald, in Halbe, Chemnitz, Wunsiedel und natürlich gerade in Berlin zu organisieren. Er entlarvte die Demagogie von NPD, ÖVP und Republikanern, die versuchen, mit Losungen wie "Arbeit zuerst für Deutsche", "Vom Euro wieder zur D-Mark" u.s.w. junge Menschen zu verführen. Scharf wandte er sich gegen die Totalitarismus-Doktrin, die daraus hinausläuft, den Sozialismus zu diffamieren. In einer lebhaften Diskussion, die sich dem Vortrag anschloß, ging es sowohl um Fragen der aktuellen Tagespolitik als auch um grundsätzliche Positionen. Dabei spielten natürlich die bekannten Äußerungen von Stoiber und Schönbohm über die Ostdeutschen eine Rolle. Die Position des "RotFuchs" zu den bevorstehenden Bundestagswahlen , die Möglichkeiten zur Aufklärung von den Nazis irregeführter junger Menschen, die wahrheitsgemäße Schilderung der Vergangenheit z. B. bei Jugendweihe-Fahrten zu den Gedenkstätten des antifaschistischen Kampfes und vieles mehr wurden erörtert. "Die Hauptkräfte des deutschen Faschismus finden wir gegenwärtig nicht bei den Straßen-Faschisten; vielmehr zeigen sie sich in der Politik der CDU/CSU und der anderen bürgerlichen Parteien", sagte Klaus Steiniger, Chefredakteur unserer Zeitschrift. Was die Bundestagswahlen betrifft, so stellt sich der "RotFuchs" eindeutig hinter die Linkspartei. Wir wünschen Heinrich Fink, der als deren Kandidat in Güstrow (Mecklenburg) antritt, dabei vollen Erfolg! |