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| Weiter auf bewährtem Weg -Seite 2/3 Die Gruppe "Rotdorn" (Hamburg) ![]() Häufig erweise sich das als ein ernstes Hindernis, an „Rot-Fuchs“-Veranstaltungen teilzunehmen. Eine wirkliche Lösung könne nur erreicht werden, wenn man das Netz enger knüpfe. Das ist in Teterow, der Uckermark und Bautzen bereits geschehen. Karl-Heinz Mruck (Kassel) kündigte an, daß es schon im nächsten Jahr auch in Nordhessen einen RF-„Kessel“ geben werde. Über positive Erfahrungen in der Bündnispolitik sprachen Fred Hommel (Dresden) und Helga Möller (Jena). In Dresden bestehe seit Jahren ein Kommunistisches Aktionsbündnis, und in Thüringen gebe es einen „Roten Tisch“. Das Bemerkenswerte in beiden Fällen: Es nehmen nicht nur ausgewiesene Kommunisten und Vertreter linker Organisationen teil, sondern auch Gewerkschafter und Sprecher von Solidaritätsbewegungen. Mehrere Redner berichteten, wie Veranstal-tungen in ihren Regionen genutzt werden, um Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. So schilderte Uwe Kramp (Rostock) ein Gespräch mit dem PDS-Vorsitzenden der Hansestadt. Erwin Mitzkat (Teterow) informierte über den regelmäßigen Meinungsaustausch mit dem örtlichen Vorsitzenden des Beamten-bundes. Mehr Wirksamkeit unter jüngeren Lesern wurde von einigen Rednern gefordert. Günter Strobel aus Dresden ging auf die Notwendig-keit ein, Kindern ein unverfälschtes DDR-Bild zu vermitteln. Jutta Jesko (Halle) legte wichtige Schlußfol-gerungen aus einer Veranstaltung mit Studenten der Politikwissenschaften dar. Einige ältere Genossen hätten sich über die „knallharten“ Fragen schockiert gezeigt, die von ihnen gestellt wurden. Doch sei es schon immer das Vorrecht der Jugend gewesen, auch unbequeme Themen aufzuwerfen. Nur, wenn man hier Toleranz übe, könne Nachwuchs für unsere Reihen gewonnen werden. Dr. Gerhard Feldbauer (Poppenhausen) |
wiederholte in seinem Diskussions-beitrag, unterstützt von Werner Hoppe (Hamburg), die Thesen seines im September-„RotFuchs“ veröffent-lichten Standpunktes. Sie waren in später von ihm versandten Briefen und E-Mail-Botschaften immer aggressiver vorgetragen geworden. Mit eindringlichen Worten wandte sich – neben drei weiteren Rednern – vor allem Dr. Gerhard Neiber (Berlin) gegen jede Schwächung der Zeitschrift und ihres Fördervereins. Die gestiegene Verantwortung des RF zwinge zur Besinnung, die offen oder verdeckt vorgebrachten persön-lichen und inhaltlichen Anfeindungen einzustellen. Alle seien in der Pflicht, jegliche Gefahren für den „RotFuchs“ rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden. Interessante Gedanken wurden unterbreitet. So empfahl Dr. Ernst-Jürgen Langrock (Hoyerswerda) mit einem Vergleich aus dem Militärwesen, wegen der gegenwärtigen Schwäche der Linken „Flankenstöße“ zu unternehmen. Forderungen könnten z.B. die Rückverstaatlichung von Bahn und Post sowie der Stopp von Privati-sierungen sein. Prof. Dr. Hans Fischer (Berlin) stellte seine Sicht auf die Zusammenführung linker Kräfte dar und formulierte hierzu eine Reihe von Vorschlägen. Prof. Dr. Götz Dieckmann (Belzig) betonte, das Sammeln marxistischer Kräfte sei aktuell sicher richtig; man müsse aber auch wissen, wofür man letztendllich sammeln wolle. Er mahnte an, den 100. Jahrestag der Gründung der KPD im Jahr 2018 und das 100. Jubiläum der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ein Jahr zuvor als wichtige Zeitmarken für die Schaffung einer einheitlichen deutschen Arbeiterpartei mit Masseneinfluß ins Auge zu fassen. Unter diesem Gesichtspunkt sollten Etappen und Schritte langfristig überdacht werden. Nach Abschluß der Diskussion wurde die neugefaßte Satzung – mit einigen weiteren Änderungen aufgrund von Vorschlägen aus Regionalgruppen und Dr. Feldbauers – durch eine überwältigende Mehrheit verabschiedet. Nach Zustimmung durch das Amtsgericht wird sie allen Vereinsmitgliedern zugestellt. Die wohl wichtigste Neuerung betrifft die bedeutende Stärkung der Rolle der Regionalgruppen, die sich inzwischen als Eckpfeiler des Vereins erwiesen haben. Weiter... |